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Forschungsnotizen

DSIP-Peptid: vollständiger Leitfaden zur Forschung am deltaschlafinduzierenden Peptid

DSIP (deltaschlafinduzierendes Peptid) ist ein Peptid aus neun Aminosäuren, Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu, das 1977 aus dem zerebralen Venenblut von Kaninchen isoliert wurde, deren Schlaf durch Thalamusstimulation ausgelöst worden war, und nach der Delta-Wellen-Aktivität im EEG benannt ist, die es hervorrief. Die Evidenz dahinter ist alt und dünn: Tierergebnisse waren widersprüchlich, Schlafstudien am Menschen klein und kurz, unabhängige Doppelblindstudien fanden wenig oder keinen klinischen Nutzen, und weder ein DSIP-Gen noch ein Vorläufer oder Rezeptor wurde identifiziert. Es hat keine Zulassung der EMA, und die FDA führt es als Emideltid auf ihrer Seite der Rezeptursubstanzen, die erhebliche Sicherheitsrisiken bergen können.

12 Min. lesenAktualisiert 22. Sept. 2026Geprüft von Unabhängiges EU-Labor (ISO/IEC 17025)
Ein versiegeltes DSIP-Forschungs-Vial von Peptyds auf einer dunklen, spiegelnden Fläche, während eine langsame Welle aus mintgrünem Licht über den tiefen marineblauen Hintergrund zieht.
Ein versiegeltes DSIP-Forschungs-Vial von Peptyds auf einer dunklen, spiegelnden Fläche, während eine langsame Welle aus mintgrünem Licht über den tiefen marineblauen Hintergrund zieht.
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  1. 01Was ist das DSIP-Peptid?
  2. 02Wie wurde DSIP entdeckt?
  3. 03Fördert DSIP den Schlaf bei Tieren?
  4. 04Was fanden die Schlafstudien zu DSIP am Menschen?
  5. 05Senkt DSIP Cortisol oder verändert es andere Hormone?
  6. 06Wofür wurde DSIP sonst noch untersucht?
  7. 07Wird DSIP auf natürliche Weise im Körper gebildet?
  8. 08Wie ist der regulatorische Status von DSIP?
  9. 09Wie Peptyds DSIP einordnet: eine Forschungssubstanz mit offenen Fragen
  • DSIP ist ein Nonapeptid (WAGGDASGE, Molekulargewicht etwa 849), das 1977 von einer Basler Arbeitsgruppe erstmals aus zerebralem Venenblut von Kaninchen isoliert wurde.
  • Seine Schlafwirkung war bei Tieren uneinheitlich: Frühe Studien an Kaninchen und Ratten berichteten mehr Deltaschlaf, während eine Rattenstudie von 1980 keinen Anstieg fand und folgerte, dass es keine spezifisch schlaffördernde Substanz ist.
  • Die Schlafstudien am Menschen waren klein, kurz und intravenös; die unabhängigen Doppelblindstudien bewerteten den Nutzen als klinisch wenig bedeutsam.
  • Die Hormondaten widersprechen sich: Eine Studie sah ein niedrigeres ACTH, eine andere keinen Effekt auf ACTH oder Cortisol, und Wachstumshormon und Prolaktin blieben bei gesunden Frauen unverändert.
  • Weder ein DSIP-Gen noch ein Vorläuferprotein oder Rezeptor wurde identifiziert, und ein Protein, das einst „DSIP-immunreaktives Peptid“ hieß, erwies sich als in der Sequenz nicht verwandt (es ist heute als GILZ bekannt).
  • DSIP hat keine Zulassung der EMA, die FDA meldet fehlende Sicherheitsdaten am Menschen, und Peptyds liefert es ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung.

In diesem Leitfaden besprochen

  • DSIPForschung zu Schlafarchitektur & Neuromodulation.5 mg · 10 mg€5.50 / mg

Was ist das DSIP-Peptid?

Das DSIP-Peptid, kurz für Delta Sleep-Inducing Peptide (deltaschlafinduzierendes Peptid), ist ein Peptid aus neun Aminosäuren mit der Sequenz Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu (WAGGDASGE) und einem Molekulargewicht von etwa 849. Benannt wurde es nach seinem ersten berichteten Effekt: einer Zunahme der Langsamwellen- (Delta-) und Spindelaktivität im Elektroenzephalogramm von Kaninchen, wenn es in die Hirnventrikel infundiert wurde.[1][6]

Seine Struktur ähnelt keiner anderen bekannten Peptidfamilie, und fast fünf Jahrzehnte nach seiner Entdeckung sind sein natürlicher Ursprung und seine biologische Rolle ungeklärt. Eine Übersichtsarbeit von 2006 im Journal of Neurochemistry bezeichnete die Hypothese, DSIP sei ein physiologischer Schlaffaktor, als äußerst schlecht belegt und nach wie vor schwach.[9]

Die FDA führt es unter dem Namen Emideltid. Online wird es oft als natürliches Schlafhormon dargestellt; dieser Leitfaden zeigt, was die Primärliteratur — größtenteils zwischen 1977 und Mitte der 1990er-Jahre veröffentlicht — tatsächlich stützt, von Schlaf und Hormonen bis zu Entzug und Schmerz.[32][7]

Weiterlesen:DSIP-Forschungs-Vials und Chargendokumentation

Wie wurde DSIP entdeckt?

DSIP stammt aus dem Basler Labor von Schoenenberger und Monnier, als Teil einer langen Suche nach humoralen, über das Blut übertragenen Schlaffaktoren. Das Peptid wurde aus dem Dialysat von zerebralem Venenblut isoliert, das Kaninchen entnommen wurde, deren Schlaf durch elektrische Stimulation des intralaminären Thalamus ausgelöst worden war, und anschließend sequenziert und synthetisiert.[2][9][6]

Im Schlüsselexperiment wurden das synthetische Nonapeptid, fünf mögliche Abbaufragmente, zwei Analoga und ein verwandtes Tripeptid unter Doppelblindbedingungen in die Hirnventrikel von Kaninchen infundiert, mit 58 Tieren einschließlich Kontrollen im PNAS-Bericht von 1977. Nur synthetisches DSIP bewirkte eine signifikante und spezifische Verstärkung der Delta- und Spindelmuster im EEG; der ausführlichere Bericht von 1978 bezifferte den mittleren Anstieg der Delta-Aktivität auf 35 % und fand nur die Alpha-Aspartyl-Form aktiv.[1][2]

Dieselbe Gruppe berichtete, dass intravenöses DSIP bei frei beweglichen Kaninchen die kortikale Delta-Aktivität fünf Stunden lang erhöhte und die motorische Aktivität verringerte, was sie als Beleg dafür werteten, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Es waren kleine Kaninchenexperimente, die EEG-Muster maßen: Sie belegten ein Signal, keinen Mechanismus.[3][9]

Fördert DSIP den Schlaf bei Tieren?

Die frühe Literatur berichtete Schlafeffekte über Artgrenzen hinweg. Eine Übersichtsarbeit von 1984 fasste Befunde zusammen, wonach DSIP vor allem den Deltaschlaf bei Kaninchen, Ratten, Mäusen und Menschen erhöhte, wobei Effekte auf den REM-Schlaf bei Katzen ausgeprägter waren, und eine Studie von 1979 berichtete längeren Schlaf bei Ratten. Dieselbe Übersichtsarbeit stellte eine U-förmige Wirkungskurve sowohl für die Dosis als auch für die Infusionsdauer fest — mehr Peptid bedeutete also nicht verlässlich mehr Wirkung.[6][4]

Unabhängige Replikationen fielen weniger freundlich aus. In einer Rattenstudie von 1980 verringerte systemisches DSIP die motorische Aktivität nicht, und Injektion oder Infusion in die Hirnventrikel erhöhte Schlaf oder EEG-Delta-Leistung in den folgenden zwei Stunden nicht signifikant; nach Gabe in den dritten Ventrikel sank die Delta-Leistung sogar. Die Autoren folgerten, dass DSIP nicht als spezifisch schlaffördernde Substanz gelten kann.[5]

Ein Teil der Widersprüche könnte chemisch bedingt sein. Eine Studie von 1987 führte das rasche Verschwinden von injiziertem DSIP im Blut auf Abbau zurück, während zwei Analoga langsamer abgebaut wurden und länger erhalten blieben. Kovalzons Gruppe berichtete später eine Förderung des Tiefschlafs (Slow-Wave-Schlaf) durch bestimmte synthetische Analoga bei Kaninchen und Ratten, nicht aber durch DSIP selbst.[8][9]

Was fanden die Schlafstudien zu DSIP am Menschen?

Die ersten Humanstudien stammten von der Gruppe, die das Peptid entdeckt hatte. Bei sechs gesunden Probanden, die unter doppelblinden Crossover-Bedingungen morgens eine intravenöse Infusion erhielten, stieg die mediane Gesamtschlafzeit in den folgenden 130 Minuten gegenüber Placebo um 59 %, ohne klassische Sedierung und ohne beobachtete Nebenwirkungen. Eine placebokontrollierte Studie von 1987 an 14 Patienten mit chronischer Insomnie berichtete über sieben Nächte besseren Nachtschlaf und bessere Leistung am Tag.[10][11]

Andere frühe Berichte waren unkontrolliert. Eine offene Studie an sieben Patienten mit schwerer Insomnie, die jeweils eine Serie von zehn Injektionen erhielten, berichtete bei allen außer einem einen normalisierten Schlaf über Nachbeobachtungszeiträume von drei bis sieben Monaten — ohne jede Vergleichsgruppe.[12]

Unabhängige Doppelblindstudien bestätigten keinen bedeutsamen Effekt. In einer Crossover-Studie von 1987 an Patienten mit chronischer Insomnie waren die meisten Schlafveränderungen unter DSIP gegenüber Ausgangs- oder Placebonächten nicht signifikant, und die signifikanten Unterschiede bestanden bereits zu Beginn; die Autoren bewerteten die Verbesserung als klinisch wenig bedeutsam. Eine Studie von 1992 an 16 Patienten mit chronischer Insomnie fand eine leicht höhere Schlafeffizienz und eine kürzere Einschlaflatenz, bezeichnete die Effekte aber als schwach und möglicherweise auf zufällige Veränderungen in der Placebogruppe zurückzuführen und folgerte, dass eine kurzfristige DSIP-Behandlung wahrscheinlich keinen großen therapeutischen Nutzen hat.[13][14]

Zusammengenommen waren die hier beschriebenen Schlafstudien am Menschen klein, kurz und intravenös, veröffentlicht zwischen 1981 und 1992, und die günstigsten Ergebnisse stammten von der Entdeckergruppe oder aus unkontrollierten Arbeiten. Die Übersichtsarbeit von Kovalzon und Strekalova aus dem Jahr 2006 kam zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen DSIP und Schlaf nie weiter charakterisiert wurde.[9][14]

Weiterlesen:Ipamorelin vs. DSIP für die Schlafforschung vergleichen

Senkt DSIP Cortisol oder verändert es andere Hormone?

Online wird DSIP oft als cortisolsenkend beschrieben, und die Humandaten widersprechen sich. Bei acht gesunden Männern bewirkte eine DSIP-Infusion einen signifikanten Abfall von ACTH, dem Hypophysenhormon, das die Cortisolausschüttung steuert, ohne Vasopressin zu verändern. Eine Studie von 1995 fand jedoch, dass DSIP bei gesunden Männern sowohl die CRH-stimulierte als auch die mahlzeitbezogene Ausschüttung von ACTH und Cortisol unverändert ließ, und ihre Autoren folgerten, dass ihre Daten keine hemmende Rolle beim Menschen stützen.[15][16]

Auch das Wachstumshormon veränderte sich nicht. In einer Studie von 1993 an acht gesunden Frauen hatte eine DSIP-Infusion keinen Effekt auf die basale, zirkadiane oder argininstimulierte Ausschüttung von Wachstumshormon und Prolaktin — ein relevanter Befund, weil DSIP oft zusammen mit Wachstumshormon-Sekretagoga diskutiert wird.[17]

Auch Messungen des körpereigenen DSIP-ähnlichen Materials sprechen gegen die Erzählung vom Schlafhormon. Bei 12 Probanden, denen 24 Stunden lang alle 30 Minuten Proben entnommen wurden, erreichte die DSIP-ähnliche Immunreaktivität im Plasma gegen 15:00 Uhr ihren Höchstwert und gegen 01:00 Uhr ihren Tiefstwert, war im REM- und Tiefschlaf niedriger als im Wachzustand und folgte der Körpertemperatur; die Autoren vermuteten, dass zirkulierendes DSIP mit einer Unterdrückung von Tief- und REM-Schlaf zusammenhängen könnte.[18]

Wofür wurde DSIP sonst noch untersucht?

In den 1980er-Jahren wurde DSIP bei Entzug und Schmerz erprobt. Ein Bericht über 107 stationäre Patienten im Alkohol- oder Opiatentzug beschrieb, dass bei den meisten Ausgewerteten die Symptome nach intravenösem DSIP verschwanden oder sich deutlich besserten, gestützt auf Einschätzungen von Ärzten und Pflegepersonal, und eine Pilotstudie an sieben Patienten mit chronischen Schmerzepisoden berichtete bei sechs von ihnen niedrigere Schmerzwerte. Keiner der Berichte beschreibt eine Placebokontrolle.[19][20]

Tierstudien haben weitere Effekte berichtet. In einem Rattenmodell verringerten DSIP und ein Analogon Häufigkeit, Schwere und Dauer medikamentös provozierter audiogener Krampfanfälle, und eine Rattenstudie zur zerebralen Ischämie berichtete weniger Haltungsauffälligkeiten und eine geringere Sterblichkeit. Es handelt sich um Tierbefunde aus jeweils einem einzigen Modell.[21][22]

Eine randomisierte Studie von 2009 weist in die dem Namen des Peptids entgegengesetzte Richtung. Bei 24 Frauen unter Narkose, von denen 12 DSIP intravenös als Ergänzung zu Isofluran erhielten, erhöhte das Peptid die Herzfrequenz, verringerte die Herzfrequenzvariabilität und reduzierte paradoxerweise den Delta-Rhythmus im EEG und verflachte die gemessene Narkosetiefe.[23]

Wird DSIP auf natürliche Weise im Körper gebildet?

DSIP wurde aus Blut isoliert, und Antikörper dagegen markieren neurosekretorische Kerne des Hypothalamus bei mehreren Wirbeltierarten, doch weder ein codierendes Gen noch ein Vorläuferprotein oder ein Rezeptor wurde identifiziert. Kovalzon und Strekalova argumentierten 2006, dass die in Geweben beobachtete DSIP-ähnliche Immunreaktivität zumindest teilweise von einem oder mehreren verwandten Peptiden stammen könnte statt von DSIP selbst.[9][26]

Eine Spur zeigt das Problem. Als Forscher 1993 großes DSIP-ähnliches immunreaktives Material aus Schweinehirn reinigten, erwies es sich als Protein aus 77 Resten, das von einem Anti-DSIP-Antiserum erkannt wurde, aber eine mit DSIP nicht verwandte Aminosäuresequenz und ein Leucin-Zipper-Motiv besaß. Das menschliche Gen für dieses Protein ist als TSC22D3 katalogisiert, besser bekannt als Glucocorticoid-induced Leucine Zipper (GILZ), und unter seinen alternativen Namen ist „delta sleep-inducing peptide immunoreactor“ aufgeführt.[24][25]

Andere Ideen bleiben Hypothesen. Eine Datenbanksuche von 2011 fand eine eng verwandte Sequenz, WKGGNASGE, in Histon-Demethylasen, die vom Gen JMJD1B codiert werden, und schlug solche Proteine als mögliche Vorläufer von Peptiden mit DSIP-ähnlicher Aktivität vor. Solange kein Vorläufer bestätigt ist, lassen sich Messungen von „endogenem DSIP“ in Blut oder Liquor am besten als Antikörpersignale lesen, nicht als Beweis für ein DSIP-Hormon.[26][9][24]

Wie ist der regulatorische Status von DSIP?

No medicine containing DSIP has an EMA authorisation. A September 2026 search of the European Medicines Agency's medicines database returned no entry for DSIP, delta sleep-inducing peptide or emideltide, and there is no European Public Assessment Report (EPAR).[31]

In den USA führt die FDA-Seite zu Bulk-Wirkstoffen für die Rezepturherstellung, die erhebliche Sicherheitsrisiken bergen können, Emideltid (DSIP) unter den Substanzen, die zuvor in Kategorie 2 eingestuft waren und deren Nominierungen später von den Antragstellern zurückgezogen wurden. Als Bedenken nennt die FDA mögliche Immunogenität bei bestimmten Verabreichungswegen, Schwierigkeiten mit peptidbezogenen Verunreinigungen und mit der Charakterisierung des Wirkstoffs sowie fehlende Sicherheitsinformationen für den vorgeschlagenen Verabreichungsweg; nach eigener Aussage fehlen der Behörde ausreichende Informationen, um zu wissen, ob das Arzneimittel beim Menschen Schaden verursachen würde.[32]

Wie Peptyds DSIP einordnet: eine Forschungssubstanz mit offenen Fragen

Peptyds liefert DSIP als lyophilisiertes Forschungspeptid ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung, mit chargenspezifischer Qualitätsdokumentation nach demselben Protokoll wie der übrige Katalog. Wir präsentieren es nicht als Schlafmittel, als cortisolsenkendes Produkt oder als Regenerationspräparat.[9][31]

Für die Versuchsplanung weist die Literatur auf die Stabilität als praktische Variable hin. DSIP wird im Blut rasch abgebaut, und in einem menschlichen Darmzellmodell blieben auf der apikalen Seite nach zwei Stunden nur etwa 8 % übrig, mit Tryptophan als Hauptmetabolit. Tier- und Zellstudien sind sich zudem uneinig, wie es die Blut-Hirn-Schranke überwindet: über einen nicht kompetitiven Weg bei Ratten, einen sättigbaren Mechanismus im perfundierten Meerschweinchenhirn oder einfache Diffusion in einem kultivierten Endothelmodell.[8][30][27][28][29]

Der ehrliche Forschungsrahmen ist kurz: ein Nonapeptid mit einem EEG-Signal bei Kaninchen von 1977, uneinheitliche Replikation im Tiermodell, kleine und widersprüchliche Humanstudien und kein identifiziertes Gen oder Rezeptor. Wer eine persönliche Anwendung erwägt, sollte wissen, dass es keine Zulassung der EMA hat und die FDA fehlende Sicherheitsinformationen beim Menschen meldet; klinische Fragen gehören zu qualifiziertem medizinischem Fachpersonal.[9][14][32]

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Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
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  7. [07]
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  28. [28]
  29. [29]
  30. [30]
  31. [31]
  32. [32]

Fragen

Was ist das DSIP-Peptid?

DSIP, das deltaschlafinduzierende Peptid, ist ein Peptid aus neun Aminosäuren (WAGGDASGE), das 1977 aus dem zerebralen Venenblut von Kaninchen isoliert wurde, deren Schlaf durch Thalamusstimulation ausgelöst worden war. Benannt wurde es nach dem Anstieg der Delta-Aktivität im EEG, den es bei Kaninchen hervorrief. Die FDA führt es unter dem Namen Emideltid.[1][2][32]

Verbessert DSIP den Schlaf beim Menschen?

Die Evidenz ist schwach. Frühe Studien der Entdeckergruppe mit 6 und 14 Personen berichteten nach intravenösem DSIP über mehr oder besseren Schlaf. Unabhängige Doppelblindstudien bei chronischer Insomnie fanden Effekte, die klein, uneinheitlich oder durch Unterschiede im Ausgangszustand erklärbar waren, und bewerteten sie als klinisch wenig bedeutsam. Die hier ausgewerteten Schlafstudien am Menschen sind alle klein und stammen aus den Jahren 1981 bis 1992.[10][11][13][14]

Wird DSIP vom Körper selbst gebildet?

Es wird als endogen bezeichnet, weil DSIP-ähnliches Material in Gehirn, Blut und anderen Geweben gemessen wurde, doch weder ein Gen noch ein Vorläuferprotein oder Rezeptor für DSIP wurde identifiziert. Ein größeres Protein, das einst „DSIP-immunreaktives Peptid“ hieß, erwies sich als Protein mit nicht verwandter Sequenz und ist heute als GILZ (TSC22D3) bekannt. Ob DSIP selbst ein natürliches Hormon ist, bleibt ungeklärt.[6][9][24][25]

Senkt DSIP Cortisol?

Nicht verlässlich. Eine kleine Studie an acht Männern fand, dass DSIP ACTH senkte, das dem Cortisol vorgeschaltete Hormon, doch eine Studie von 1995 fand bei gesunden Männern keinen Effekt auf die stimulierte oder mahlzeitbezogene Ausschüttung von ACTH und Cortisol. In einer Studie an gesunden Frauen ließ DSIP auch Wachstumshormon und Prolaktin unverändert.[15][16][17]

Überwindet DSIP die Blut-Hirn-Schranke?

Tier- und Zellstudien deuten darauf hin, sind sich aber über das Wie uneinig: Ein radioaktiv markiertes DSIP-Analogon überwand die Blut-Hirn-Schranke der Ratte über einen nicht kompetitiven Mechanismus, eine Perfusionsstudie am Meerschweinchen berichtete ein sättigbares Transportsystem, und ein Zellkulturmodell sprach für einfache Diffusion. DSIP wird zudem im Blut rasch abgebaut, was jede Deutung von Effekten in lebenden Tieren erschwert.[27][28][29][8]

Ist DSIP ein zugelassenes Arzneimittel?

Für DSIP (Emideltid) gibt es weder eine Zulassung der EMA noch einen EPAR. Die FDA führt Emideltid auf ihrer Seite der Rezeptursubstanzen, die erhebliche Sicherheitsrisiken bergen können, und nennt mögliche Immunogenität, Probleme mit Verunreinigungen und Charakterisierung sowie fehlende Sicherheitsdaten am Menschen. Peptyds liefert DSIP ausschließlich für die In-vitro-Laborforschung.[31][32]

Redaktioneller Inhalt. Keine medizinische Beratung.

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