Zwei Moleküle, zwei Arme derselben Achse
CJC-1295 und Ipamorelin sitzen auf gegenüberliegenden Seiten der wachstumshormonfreisetzenden Achse. CJC-1295 ist ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-freisetzenden Hormons (GHRH) aus 30 Aminosäuren, in der frühen pharmakokinetischen Literatur untersucht als lang wirkende Form, die am GHRH-Rezeptor der Adenohypophyse ansetzt. Die DAC-Variante (Drug-Affinity-Complex) ist darauf ausgelegt, Albumin zu binden, was die Plasmalebensdauer bei gesunden Erwachsenen auf etwa 5–8 Tage verlängert.[1]
Ipamorelin ist ein Pentapeptid-Derivat des wachstumshormonfreisetzenden Peptids (GHRP) GHRP-6, in präklinischen Arbeiten als erstes selektives GH-Sekretagogum eingeführt. Es bindet den Ghrelin-/Wachstumshormon-Sekretagogum-Rezeptor (GHS-R) und setzt GH frei, mit in der grundlegenden Entdeckungsarbeit nur geringer berichteter Wirkung auf Cortisol oder Prolaktin.[2]
Dieselbe Achse, zwei verschiedene Rezeptoren. Diese strukturelle Tatsache ist der Ausgangspunkt jeder ehrlichen Diskussion zu CJC-1295 gegenüber Ipamorelin — nicht „was ist stärker“, sondern „was löst jedes von beiden tatsächlich aus“.[3]
Weiterlesen:Hexarelin-Vials und Chargenbericht
