Was BPC-157 ist und was sein Name tatsächlich bedeutet
BPC-157 steht für „Body Protection Compound 157“. Der Name ist kein Marketing-Etikett — er stammt direkt aus der kroatischen gastroenterologischen Forschung der 1990er-Jahre, die ein stabiles zytoprotektives Protein aus menschlichem Magensaft aufreinigte, es BPC (Body Protection Compound) nannte und daraus eine Teilsequenz aus 15 Aminosäuren synthetisierte. Die „157“ bezeichnet die Nummer des konkreten Fragments in diesem Forschungsprogramm.[1][2]
Chemisch ist BPC-157 ein Pentadecapeptid — ein lineares Peptid aus 15 Aminosäuren mit der Sequenz GEPPPGKPADDAGLV. Die Literatur beschreibt es als ungewöhnlich stabil für ein ungeschütztes Peptid, und das ist ein Teil dessen, was es als Forschungswerkzeug interessant macht: Es übersteht Bedingungen (etwa das saure Magenmilieu), die viele andere Peptid-Wirkstoffkandidaten abbauen würden.[1][3]
Diese Herkunftsgeschichte ist wichtig, um den Rest der Diskussion um BPC-157 zu verstehen. Es ist kein Fragment eines Hormons, kein Fragment eines Wachstumsfaktors und kein Fragment eines bekannten Rezeptorliganden. Es ist ein Fragment eines zytoprotektiven Proteins, das ursprünglich in Magenflüssigkeit identifiziert wurde — selbst nach Maßstäben der Peptidforschung eine leicht ungewöhnliche Molekülkategorie.[1]
